Ein Zeitungsartikel aus der Wetterauer Zeitung:

Trotz Wind und Wetter in die Pedale getreten

250 Teilnehmer lernten bei der Karbener Radtourenfahrt des RSV Klein Karben heimische
Gefilde auf zwei Rädern kennen

Karben (cf). Spaß wurde groß geschrieben bei der 20. Karbener Radtouristik am Sonntag durch die Wetterau und den Vogelsberg, obwohl Petrus alle Schleusen geöffnet hatte. Veranstaltet wurde die traditionelle Radtourenfahrt (RFT) von den Mitgliedern des Radsportvereins Klein-Karben. "Der Termin unserer Veranstaltung steht bereits ein Jahr im Voraus fest, wird im offiziellen Kalender des Bundes Deutscher Radfahrer publiziert und findet bei jedem Wetter statt", erklärte RSV Vorsitzender Rainer Gessner.
"Bei sonnigem Wetter beträgt die durchschnittliche Teilnehmerzahl 650 und mehr. In diesem Jahr haben wir leider Pech, es ist für viele Hobby und Freizeitradler einfach zu nass und zu kalt." Da Fahrradfahren mit netten Leuten einfach noch mehr Spaß macht, hatten sich einige Mannschaften unter die 250 Teilnehmer gemischt. Zu ihnen gehörten 21 Hobbyfahrer von der "Gemeinschaft am Freitag" der Turngemeinde Groß Karben sowie zehn Triathleten des Schwimmclubs Oberursel. Diese hatten, bevor sie in Karben an den Start gingen, bereits drei Kilometer Schwimmen und 15 Kilometer Anreise auf ihren Rädern hinter sich. Nach der ebenso langen Heimreise in den Taunus stand den "Eisenmännern" noch ein Zehn Kilometer Lauf zum Abschluss ihres sonntäglichen Trainings bevor.

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Start und Ziel der Radtourenfahrt waren an der Kurt Schumacher Schule. Gestartet wurde ab 7 bis 10 Uhr. Die Teilnehmer der 20. Karbener Radtouristik konnten unter vier landschaftlich reizvollen Strecken durch die Wetterau und den Vogelsberg wählen. Tour 1 war 52 Kilometer und Tour 2 ganze 73 Kilometer lang. Tour 3 führte Hobbyradfahrer und Radfahrprofis über 120 Kilometer und Tour 4 über 156 Kilometer auf verkehrsarmen Straßen durch die Region. Wer trotz der zum Teil heftigen Schauer einen Blick für die Umgebung hatte, konnte abseits der Hauptstraßen ein vielen unbekanntes Stück Hessen entdecken. Die Routen führten an Wäldern und Äckern vorbei, durch Fachwerkstädtchen und über Höhenzüge. Am Samstag hatten Vereinsmitglieder die vier Touren sorgsam, ausgeschildert. An den drei Kontrollpunkten in Diebach am Haag, in Ober-Seemen und in Heegheim wurden die Radler von je drei Mitgliedern mit Tee, Obst und Gebäck versorgt und ihre Teilnahme mit einem Kontrollstempel quittiert. Für die 52 Kilometer Strecke hatten sich die 21 Hobbyfahrer der "Gemeinschaft am Freitag" entschieden. Die 73 Kilometer Herausforderung meisterten die Oberurseler Triathleten ebenso wie Klaus Luczak aus Lahnstein sowie Wilfried Schreiber und Sohn Jens aus Frankfurt Seckbach. Der Junior

gehörte zu 15 Jugendlichen, die sich für eine der vier Touren entschieden hatten. "Die Tour zwei war schön und anspruchsvoll", kommentierte Jens Schreiber kurz vor dem Ziel. Wie viele Radprofis sich auf die dritte Tour begeben hatten, konnte Gessner nicht sagen, nur dass zehn Teilnehmer trotz der schlechten Wetterverhältnisse die 156 Kilometer der vierten Tour in Angriff genommen hatten. Am Ziel wartete auf die Teilnehmer nicht nur eine heiße Dusche, sondern auch Speisen und Getränke in großer Auswahl. Die Vereinsfrauen boten deftige Spezialitäten vom Grill, selbst gebackene Kuchen und leckere Torten an. Von den über 100 Vereinsmitgliedern aus den drei Sparten Kunstradfahren, Radtouristik und Triathlon des Radsport Vereins Klein Karben waren rund 30 am Sonntag im Einsatz. Traditionsgemäß wurden die sechs größten vorangemeldeten Mannschaften mit einem Pokal für ihre Teilnahme geehrt. In diesem Jahr sicherten sich die Radsportler des RC 03 Ilbenstadt den ersten Platz. Die "Gemeinschaft am Freitag" war auf Platz zwei geradelt, den dritten Platz hatte sich der RV Nieder Weisel vor dem RV Rosbach gesichert. Wichtiger als alle Pokale war jedoch für die 250 Teilnehmer, die Herausforderung ihrer jeweiligen Route unter den widrigen Wetterbedingungen gemeistert zu haben.

Die Oberurseler Triathleten legten am Ziel in Karben vor ihrer 15 Kilometer langen Heimfahrt eine kurze Pause ein.
Foto: Fauerbach