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KARBEN. Der eine liebt Nachos, der andere kostet lieber Obatz'n. Hier prosten zwei mit Andechser Klosterbrau, dort mit der mexikanischen Variante des Gerstensafts, Cerveza con Tequila. Das ist auf Straßenfesten heute so üblich, selbst wenn sie sich eine Tradition von mehr als anderthalb Jahrhunderten stibitzen. 162 Jahre Klein-Kärber Markt - Vereine, Gewerbetreibende und Anwohner feierten ihn erstmals in der Rathausstraße, in natörlich gewachsener Atmosphäre, die kein Festzelt bieten kann. "Es ist mehr Bewegung drin", bringen es die Männer von der Gemeinschaftsobstanlage Klein-Karben auf den Punkt. In einer der zahlreichen Holzbuden verkaufen sie selbst gekelterten Apfelwein und Marmelade.
Ihre Erkenntnis: Ein Straßenfest lädt stärker zum Familienausflug ein als ein Kirmesplatz auf der Wiese. Nur wenige Besucher hatten sich in den vergangenen Jahren auf das Gönther-ReutzelSportfeld verirrt. |
Wo Menschen leben, da ist Gemötlichkeit. Einige Bewohner der Rathausstraße hatten för die Gäste ihre Höfe möbliert. Aktion und Abwechslung konzentrierte sich auf der Meile. "Kann ich das nochmal hören?" ruft ein Festbesucher den Trommlern von "Tanamasi", einer Formation um Frank Köstler, zu. Ein Kind versucht, den Chauffeur seines Buggys in Richtung Eisbude und Clown Zaubererhut zu dirigieren. Ein paar Stände weiter wirbt das Lummerland-Lied för Dampflokomotiven. Die Geschäfte am Anfang der Rathausstraße sind offen. Ihre Inhaber förchten den nächsten Regenguss. Aber den Gartendekorationen schadet Wasser nicht. |
Die Besucher selbst kleideten sich am Samstag nach dem Zwiebel-Prinzip. Ab und an verdeckte ein Regencape den sportlichschicken Freizeit-Look. |
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Vereine waren auf dem Klein Käber Markt stark vertreten. Auf der Bühne vor dem alten Rathhaus zeigten die Kunstradfahrerinnen vom Radsportverein des Stadtteils eine Formation. |